Stuttgart, 20.01.2017 | Rückblick HOLA 2016

HOLA 2016 startete mit der Summer School im August 2016. Hier lernten drei Studierendenteams und ein Team bestehend aus Dozentinnen und Dozenten, die Innovationsmethode Design Thinking kennen und experimentierten mit ihr. Die Teilnehmenden setzten sich aus interdisziplinären Teams von Hochschulen und Universitäten aus ganz Baden-Württemberg zusammen.

Nach der Summer School erarbeiteten die Studierendengruppen in einer 4-monatigen Projektphase ein Konzept zu ihren jeweiligen Challenges Museum, Community-Management und Mobilität. Mithilfe eines Sachmittelbudgets und Vouchers für Coachings konnten sie ihre Ideen in Form eines Prototypen umsetzen. Bei der OPEN! 2016  Dezember erhielten die Teams die Möglichkeit, ihre Ergebnisse öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.


An folgenden Challenges konnten sich die Teilnehmer beweisen:


1. Challenge Community Management

Nutzerkommentare auf Nachrichten-Websites und in Social Media (allen voran Facebook) gelten als ideale Möglichkeit, Bürger bzw. Mediennutzer an öffentlichen Diskussionen zu aktuellen Themen zu beteiligen und an Nachrichtenmedien zu binden. In letzter Zeit wurden allerdings die Grenzen und Probleme dieser Form der Nutzerbeteiligung deutlich. Sie reichen von Kommentaren ohne Themenbezug über gegenseitige Beleidigungen bis hin zu Hass-Kommentaren und Aufrufen zu Straftaten. Der redaktionelle Aufwand, solche nutzergenerierten Inhalte zu kontrollieren und zu regulieren, ist beträchtlich. Gleichzeitig wenden sich Leser von unerfreulichen Kommentarspalten ab. Das Projekt soll neue Formen der Präsentation und Organisation von Nutzerkommentaren entwickeln. Ziel ist es, Diskussionen online aktiv zu gestalten und zu verbessern sowie Nachrichtenmedien als Diskurs-Moderatoren zu etablieren.



Auftraggeber: Stuttgart Internet Regional GmbH, Ansprechpartnerin: Swantje Dake


2. Challenge Museum


Beim Scrabble werden aus zufällig gezogenen Buchstaben Wörter gelegt, im
Museum werden zufällig bewahrte Dinge in Ausstellungen zu sinnvollen Serien kombiniert. Die Macht, die dieser Akt der Kombination besitzt, der aus Dingen erst Exponate macht, soll Gegenstand dieses Projekts sein. Wie funktionieren diese Kombinationen? Wie erzeugt eine Ausstellung Exponate und ihre Bedeutungen? Wie können sich diese, z.B. durch eine andere Legende oder andere Anordnungen im Raum, ändern? Ziel des Projekts ist es, für das Literaturmuseum der Moderne - das die Bestände des Deutschen Literaturarchivs Marbach und damit nahezu ausschließlich Exponate zeigt, die ursprünglich nicht fürs Ausstellen entstanden sind - eine Einführung zu erarbeiten.

Auftraggeber: Deutsches Literaturarchiv Marbach, Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Heike Gfrereis



3. Challenge Mobilität

Von der Fußgängerpassage der 1970er Jahre zum Smart Mobility Hub. Mit dem Anspruch, mehr als eine ‚Haltestelle ‘ zu sein, wurde der zentrale Umsteigepunkt „Hauptbahnhof – Arnulf-Klett-Platz“ im Zentrum der Landeshauptstadt Stuttgart als modernstes innerstädtisches Verkehrsbauwerk konzipiert. Verändernde Ansprüche der Gesellschaft, neueste Entwicklungen in der Mobilität und ein neuer Fernbahnhof, erfordern neue Ideen und Konzepte, um dem Wandel der Zeit gerecht werden zu können. Daher muss nun, 40 Jahre nach der Eröffnung, über eine zukunftsfähige Ausrichtung nachgedacht werden. Welche Funktion wird die Klett-Passage der Zukunft einnehmen? Kann sie als „Stuttgarts Eingangstor“ zur modernen und für die Nutzer attraktiven Mobilitätsdrehscheibe weiterentwickelt werden? Inwiefern kann ein zentrales intermodales Mobilitätsbauwerk einen Beitrag leisten, die Attraktivität unserer Innenstädte zu steigern und die zunehmende Verdichtung von Ballungsräumen sowie die sich dadurch zuspitzende Verkehrssituation zu entlasten?