Erlebnis Museum

Wie können wir die Fragen, die BesucherInnen an ein Kunstwerk / an unsere Sammlung haben, in unserem Kunstvermittlungsangebot stärker berücksichtigen und ansprechen?

Kunst zu vermitteln geschieht auf verschiedenen Wegen: durch Führungen, Workshops, Kunstgespräche, Spielwiesen etc. Auch Audioguides erfreuen sich in diesem Set an Angeboten großer Beliebtheit. Dabei folgen die Hörtexte in den meisten Fällen dem immer gleichen Schema. Nach einer kurzen Bildbeschreibung kommt meist die Einordnung des Kunstwerks in einen größeren (kunst-)historischen Kontext. Die BesucherInnen erhalten Informationen, die sie dem Werk nicht unmittelbar entnehmen können. Neuere wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Nutzung von Audioguides die BesucherInnen nicht etwa zum eigenständigen Betrachten einer Ausstellung anregen. Vielmehr neigen  sie dazu, sich an die vorgegebene Auswahl und den vorgeschlagenen Rundweg zu halten. Die Besucher fixieren sich auf eine Stimme im Audioguide, die den Takt vorgibt und die Deutungshoheit für sich beansprucht. Das Kunstmuseum Stuttgart sucht aufgrund dieser Problematik neue Ansätze, die die Sicht der BesucherInnen stärker aufgreifen und ihnen helfen, ihre subjektive Wahrnehmung einzubringen.
                                                                
Kunden
BesucherInnen, TouristInnen, StuttgarterInnen, NichtbesucherInnen  

Challenge-Geber
Kunstmuseum Stuttgart, Nicole Deisenberger (Leiterin der Abteilung Kunstvermittlung)